Auernhofen (fränkisch: Auerhoufa) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Simmershofen im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim (Mittelfranken, Bayern). Die Gemarkung Hohlach hat eine Fläche von 5,727 km². Sie ist in 345 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Flurstücksfläche von 16600,27 m² haben.
Geographie
Das Kirchdorf liegt am Luchsengraben, der mit dem Riedgraben zum Mühlbach zusammenfließt, einem linken Zufluss der Gollach. Die umgebende Landschaft ist eben und besteht ganz überwiegend aus Ackerflächen. Unweit westlich verläuft die Landesgrenze zu Baden-Württemberg. Die Staatsstraße 2256/L 2256 führt nach Simmershofen (2 km nordöstlich) bzw. nach Sechselbach (2,5 km südwestlich). Die Kreisstraße NEA 47/K 2876 führt nach Equarhofen (3,6 km südlich) bzw. nach Hemmersheim (4 km nördlich).
Geschichte
Der Ort wurde 1119 als „Vrenhouen“ erstmals urkundlich erwähnt. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist Ūro, der Personenname des Siedlungsgründers.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Auernhofen 31 Anwesen. Das Hochgericht übte das ansbachische Oberamt Uffenheim aus. Das Kasten- und Stadtvogteiamt Uffenheim war Grundherr sämtlicher Anwesen. Von 1797 bis 1808 unterstand Auernhofen dem preußischen Justiz- und Kammeramt Uffenheim.
1806 kam der Ort an das Königreich Bayern. Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jahrhundert) wurde Auernhofen dem Steuerdistrikt Simmershofen zugewiesen. Wenig später entstand die Ruralgemeinde Auernhofen. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Uffenheim zugeordnet. Seit 1814 besteht der Winzerhof Stahl. Die Gemeinde hatte eine Gebietsfläche von 5,799 km². Am 1. Juli 1972 wurde Auernhofen im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Simmershofen eingegliedert.
Einwohnerentwicklung
Baudenkmal
- Evangelisch-lutherische Kirche Heiligkreuz und St. Blasius mit Kirchhofmauer und ehemaligen Beinhaus
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Michael und Crispin (Simmershofen) gepfarrt.
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Auernhofen. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 1: A–Ei. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1799, DNB 790364298, OCLC 833753073, Sp. 197 (Digitalisat).
- Elisabeth Fuchshuber: Uffenheim (= Historisches Ortsnamenbuch von Bayern, Mittelfranken. Band 6). Michael Laßleben, Kallmünz 1982, ISBN 3-7696-9927-0, S. 12–13.
- Reinhold Hoeppner (Hrsg.): Landkreis Uffenheim. Verl. f. Behörden u. Wirtschaft Hoeppner, Aßling-Pörsdorf/Obb. 1972, DNB 730115267, S. 45.
- Georg Paul Hönn: Aurenhofen. In: Lexicon Topographicum des Fränkischen Craises. Johann Georg Lochner, Frankfurt und Leipzig 1747, OCLC 257558613, S. 316 (Digitalisat).
- Hans Karlmann Ramisch: Landkreis Uffenheim (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 22). Deutscher Kunstverlag, München 1966, DNB 457879262, S. 22.
- Helmut Haberkamm, Annalena Weber: Auernhofen. In: dies.: Kleine Sammlung fränkischer Dörfer. ars vivendi Verlag, Cadolzburg 2018, ISBN 978-3-86913-990-6, S. 162–173.
Weblinks
- Auernhofen. In: simmershofen.de. Abgerufen am 12. Juli 2023.
- Auernhofen in der Ortsdatenbank des bavarikon, abgerufen am 6. September 2021.
- Auernhofen in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 5. Februar 2021.
- Auernhofen im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 5. Februar 2021.
Fußnoten




